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DER KLANG DES MONDES

VON AVERY FABIANO

“Die dreizehnjährige, witzig-sarkastische und doch verletzliche Matisse lebt mit ihrer unkonventionellen Tante am Rande von Los Angeles, wo nicht viele Träume wahr werden und man Engel vergeblich sucht.
Als ihre Tante bei einem rätselhaften Unfall ums Leben kommt und ihr totgeglaubter Vater sie aus dem Krankenhaus abholt, ist das nicht nur der Beginn einer Reise quer durch Amerika, denn ihr Vater lebt praktisch auf der Flucht. Während die Schatten der Vergangenheit ihn einzuholen drohen, sucht Matisse nach der Zukunft: Hat ihr Vater sie und eine zweite Chance verdient?”
~ Klappentext

Meine Meinung

Die Leseprobe von diesem Buch hatte es mir direkt angetan. Der Autor hat Matisse einen Humor verpasst, der absolut auf meiner Wellenlänge ist. Und so etwas mag ich unheimlich gerne. Also wenn der Charakter auf meiner Längenwelle ist. Irgendwie schon seltsam, dass man es anhand einer Leseprobe so entscheiden kann. Aber ich war mir da sehr sicher.
Und ja, ich kann es bestätigen. Matisse ist mir ein absolut sympathischer Charakter und ich würde bestens mit mir auskommen. Sie ist frech und schlagfertig. Bei ihr muss man nicht aufpassen, was man sagt, sondern bekommt einfach einen Spruch zurück. Das mag ich. Und sie liebt ihre Hunde abgöttisch.
“Ich liebe den Ozean.”
~ Buchbeginn

Die Geschichte ist an sich auch sehr genial. Es ist nur eben nichts Neues. Beim Lesen war es immer so, als würde ich die Geschichte schon irgendwo her kennen. Bis zu einem gewissen Punkt, wo die Geschichte sein Eigenleben entwickelte und mal interessant wurde. Allerdings hielt sich das auch eher im Rahmen. Das Buch ist im Genre Roman / Thriller zu sehen. Wobei es eher Richtung Roman als Thriller geht. Die Tiefe für den Thriller fehlt. Warum ist der Vater auf der Flucht? So recht wird die Frage im ganzen Buch nicht beantwortet. An einigen Stellen fehlt einfach die tiefe um es interessant zu machen.
Das Buch ist hauptsächlich aus der Sicht von Matisse geschrieben. Matisse möchte selber vieles erfahren und fragt ihren Vater, der ihr dann aber ausweicht. So ist es auch für den Leser. Denn auch dieser bekommt dadurch keine vernünftigen Antworten. Hier frage ich mich, ob das von dem Autor so gewollt ist. Ich gehe davon aus, dass Matisse irgendwann schon Antworten bekommen hätte, aber da war das Buch leider schon beendet.

“Das Leben gibt dir den Kuchen, für die Sahne musst du selber sorgen”, hat sie immer gesagt.”
~ S. 53

Was der Autor aber super geschafft hat, ist ein Setting aufzubauen, welches mir richtig gut gefallen hat. Das Setting ist ein absoluter Traum. Hier hätte auch gerne bei einem bestimmten Haus noch etwas in die Tiefe gegangen werden können. Das spielt eine Hauptrolle und darf gerne mehr Inhalt.
Wie oben schon geschrieben, mag ich den Humor von Matisse unheimlich gerne und ja, es spiegelt den Schreibstil des Autors wieder. Der hat es mir auf jeden Fall angetan. Das Buch ließ sich dadurch so einfach und locker lesen. Dieser trockene und freche Humor ist nicht jedermanns Geschmack.

Fazit: 

Ganz nette Lektüre für den Urlaub, aber irgendwie zu fad um mich so richtig zu begeistern.