aktive Poolüberwinterung, warum nicht auch im Winter baden?

aktive Poolüberwinterung, warum nicht auch im Winter baden?

Die aktive Überwinterung des Pools 

 

Die aktive Überwinterung eignet sich für Poolbesitzer die von Ihrem Pool das ganze Jahr profitieren möchten. Um Ihren Pool vor Frost zu schützen, ist es wichtig, dass Sie Ihre Filteranlage entsprechend der Temperatur jedesmal anpassen.  Beachten Sie hier unbedingt die Hinweise des Herstellers! Für die Desinfektion des Poolwassers empfiehlt sich Langzeit-Desinfektionsmittel. 

Wichtig auch im Winter, Sie sollten Ihre Wasserwerte regelmäßig kontrollieren und das Wasser ggf. ablasen, falls zu viel Niederschlag gefallen ist.  

 

Und so läuft die aktive Überwinterung ab. 

 

Die Filtersysteme laufen aktiv weiter in eingeschränkten Umfang. Diese Überwinterungsmethode bietet zahlreiche Vorteile und ermöglicht es eine perfekte Wasserqualität zu erhalten. Sie schont das Aussehen Ihres Schwimmbades und vermeidet jedes Blockierungsrisiko der Pumpe, was oft zu befürchten ist, wenn diese lange außer Betrieb bleibt. Jedoch ist eine aktive Überwinterung für Pools die komplett ohne Aufsicht bleiben, nicht geeignet.   

 

1. Wenn das Schwimmbecken sauber ist, überprüfen Sie den ph-Wert, korrigieren sie ihn im Bedarfsfall.  

 2. Nun stellen Sie nur noch die Filterstunden entsprechend der Temperaturen ein 

 3. Regelmäßig die Temperaturen messen und entsprechend die Filterstunden einstellen. 

 4. Regelmäßig den PH-Wert messen ggf. Chlor nutzen, in der Regel ist ab 8 Grad Wassertemperatur kein Chlor mehr notwendig 

 5. Reinigen sie regelmäßig den Boden mit dem Kescher oder decken sie ihren Pool mit einer Winterabdeckung ab, Solarabdeckungen sind nicht für eine aktive Überwinterung geeignet.

Eine Abdeckung für den Pool ist nicht zwingend notwendig, wichtig ist aber regelmäßig die Blätter aus dem Pool zu Keschern um Ablagerungen zu vermeiden.

6. Die Wände sollte ggf. von Rußablagerungen abgebürstet werden, dies ist in Gegenden mit Ofenheizung der Fall.

 

 

Wassertemperatur

Tägliche Filterung

10 bis 12 Grad

3 Stunden

8 bis 10 Grad

2 Stunden

 

 

Lufttemperatur

Tägliche Filterung

10 bis -5 Grad

2 Stunden

-5 bis -10 Grad

6x 1 Stunde

-10 und unterhalb

Im Dauerbetrieb

 

Bevorzugen Sie die Filterung in frühen Morgenstunden!  

In starken Frostperioden von -5 bis -10 Grad müssen sie die Filterstunden auf 6 mal 1 Stunde am Tag einstellen. Unterhalb von – 10 Grad ist ein Dauerbetrieb nötig, damit das Wasser und die Systeme nicht gefrieren. Wichtig, das Eis, welches sich auf der Oberfläche des Pools bilden kann, darf auf keinen Fall zerstört werden, sie könnten damit die Folie vom Pool beschädigen. 

 

Alles in allem ist für mich seit 12 Jahren die aktive Überwinterung die schönste und einfachste Art den Pool im Winter zu genießen. 

     

     

    Weiterführende Links

    Wasserpflege vom Pool

    Wasserpflege vom Pool

     

    Das Thema Wasserpflege ist eminent wichtig: Schließlich soll die Freude am eigenen Swimming-pool ungetrübt sein, eine einwandfreie Wasserqualität ist dafür entscheidend. Wie und mit welchen Mitteln dies am besten gelingt, lesen Sie in meinem Beitrag.

      

    Das Credo lautet: Schwimmbadwasser ist ein „Lebensmittel“! Der Badende lebt mit seinem ganzen Körper in diesem Wasser, er schluckt es, er riecht es, er bekommt es in die Ohren, die Nase und die Augen. Schwimmbadwasser ist Kreislaufwasser, zirkuliert in der Regel eine oder mehrere Saison und wird nur durch das Nachfüllen von Frischwasser nach der Filterrückspülung bzw. der natürlichen Verdunstung wieder „aufgefrischt“. Daher besteht die Notwendigkeit einer ausgewogenen Wasserpflege.

    Ohne gute Filtration und Umwälzung verpufft die Wirkung der chemischen Aufbereitung 

     

    Die Wasserpflege kann man in drei Bereiche untergliedern, die aber alle einander bedingen:

    1. physikalische Wasseraufbereitung 
(Filtration, Umwälzung, Beckenhydraulik)
    2. chemische Wasseraufbereitung (pH-Wert, Desinfektion)
    3. zusätzliche Maßnahmen (Flockung, Algenverhütung).

     

    Grundlage für eine perfekt funktionierende Wasserpflege ist sicher die Filtration und Umwälzung, denn ohne diese ist die chemische Aufbereitung nahezu wirkungslos. Jedoch muss man beachten, ein optisch klares Wasser (funktioniert mit guter Filtration) muss kein biologisch reines Wasser sein, es bedarf der chemischen Wasseraufbereitung.

    Mit der chemischen Wasseraufbereitung schaffen wir die Voraussetzung für ein „gesundes“ Wasser. Die Basis für die Wasserpflege ist der richtige pH-Wert. Er schafft die Grundlage für die Wirkungsweise der eingesetzten Wasserpflegemittel. Am besten lässt sich das am Chlor darstellen, das immer noch das gebräuchlichste und am meist verwendeste Desinfektionsmittel ist.

    Hier zwei Beispiele zur Illustration: Bei einem pH-Wert von 6 liegt die Wirksamkeit des Chlores bei maximal 92 Prozent. Bei einem pH-Wert von 8 dagegen sinkt die Wirksamkeit des Chlores auf maximal 25 Prozent. Das heißt, Sie messen beim Beispiel zwei im Poolwasser 0,8 mg freies Chlor, es wirken aber nur 0,2 mg Chlor. Ähnlich verhält es sich auch bei anderen Desinfektionsmitteln.

    Der pH-Wert bedarf deshalb einer ständigen Kontrolle, denn er kann sich permanent ändern: durch Regen, Sonne, Beheizung sowie andere Umwelteinflüsse.

     

    Die Desinfektion wirkt nach der richtigen pH-Wert-Einstellung

     

    Zusammenfassend kann man sagen: Die ideale pH-Wert-Einstellung bei 7,0 bis 7,4 ist notwendig, damit alle Produkte aus dem Bereich der Desinfektion und Flockung funktionieren, der Pool in seiner Konstruktion keinen Schaden nimmt wie etwa durch Korrosion oder Kalkausfällung, wir uns im Wasser wohlfühlen und die Haut nicht auslaugt (pH-Wert zu hoch) oder sich rötet (pH-Wert zu tief) und schließlich der Veralgung bereits vorgebeugt wird.

    Die Desinfektion dient der Schaffung von hygienisch sauberem Wasser und beginnt nach der richtigen pH-Werteinstellung. Das Desinfektionsmittel tötet Bakterien, Keime, Viren und verhindert so die Ausbildung von Pilzen, Biofilmen und Algen. Als Desinfektionsmittel werden in der Praxis folgende Produkte eingesetzt:

    • Chlor
    • Brom
    • Aktivsauerstoff
    • 
PHMB-Produkte, sogenannte Biguanide 
(PolyHexanMethylenBiguanid)

     

    Für mich ist nach wie vor das beste Mittel der Wahl Chlor

     

    Chlor ist ein universell einsetzbares und erprobtes Desinfektionsmittel, welches man als Tabletten in unterschiedlicher Größe, eventuell kombiniert mit Flockungsmittel (nicht geeignet für Kartuschenfilter) und/oder Algenschutz, bzw. Granulat einsetzen kann. Flüssiges Chlor wird speziell bei der automatischen Dosierung angewendet. Desweiteren gibt es spezielle „schnelllösliche Chlorprodukte“, die unter anderem für Stoßchlorung bei starker Trübung oder Veralgung Anwendung finden. Achtung: Verbrauchtes (gebundenes Chlor) im Wasser führt zu unangenehmem Chlorgeruch, dem man durch regelmäßige Frischwasserzufuhr, zum Beispiel nach der Rückspülung entgegen wirkt, wichtig gehen sie nicht in geschlossenen Systemabdeckungen baden nach einer Schockchlorung, das ist Gesundheitsgefährdend.

    Kommentar veröffentlichen

    Ich würde mich über Dein Kommentar zu meinem Beitrag freuen! Ich beantworte die Kommentare immer direkt hier oder schreibe dir gerne auf deinem Blog zurück.
    —–> Info zum Datenschutz: Wenn du einen Kommentar abschickst, akzeptierst du die Speicherung deiner Daten, wie in der Datenschutzerklärung ausgeführt.